Wikipedia, Vat II

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“

(Gaudium et Spes 1)

 

Auch 50 Jahre nach ihrer Veröffentlichung hat die Pastoralkonstitution Gaudium et Spes des II. Vatikanischen Konzils nichts an ihrer Aktualität eingebüsst. In der Seelsorge lebe und erlebe ich diese Aufgabe des Konzils in einem herausfordernden Spannungsfeld. Dieses Spannungsverhältnis lässt sich auf der einen Seite beschreiben mit dem durch die biblischen Schriften überlieferten Beispiel des Jesus von Nazareth und auf der anderen Seite mit der Realität der Kirche von heute.
So sehe ich mich in meinem pastoralen Alltag immer wieder konfrontiert mit den Fragen: Wir wird dieses von Jesus verkündete und vorgelebte Heil Gottes zu einer realen Erfahrung des Menschen von heute? Was kann und was muss ich dafür tun? Und: Wie leben wir Menschen von heute, die sich in der Nachfolge Jesu sehen, eine Kirche, die ihrer Ursprungsidee gerecht wird? Was können und müssen wir dafür tun?